Corona-Pandemie ab 2020

Anfang des Jahres 2020 häuften sich die Nachrichten über den Ausbruch eines neuartigen SARS-Virus in Südostasien. Anfang März hatte das Virus auch Europa und Deutschland erreicht, es kam einem exponentiellen Wachstum bei den Infektionszahlen. Bund und Länder reagierten mit weitgehenden Kontaktbeschränkungen und einem so genannten Lockdown. Das führte zur Schließung der Gastronomie, bestimmten Geschäften und der Einstellung der Aktivitäten in vielen Vereinen. Auch Schulen und Kitas wurden geschlossen.

Erst im Mai/Juni wurden diese Beschränkungen wieder gelockert, die Kita in Esch war zu diesem Zeitpunkt 11 Wochen für die meisten Kinder geschlossen. Gemessen an dem was folgen sollte war der Sommer vergleichsweis von geringen Belastungen geprägt. So konnte der Spielbetrieb des neu gegründeten FC Waldems aufgenommen werden, Feuerwehren wieder in Präsenz üben, die Pizzeria da Giorgio und das Gasthaus Zur Krone waren unter erhöhten Hygienebestimmungen geöffnet, Reisen waren, anders als im Frühjahr, ebenfalls möglich.

Im Oktober kam es zu einem erneuten Anstieg der Infektionszahlen, Präsenztermine der Vereine wurden wieder ausgesetzt, in der Folge die Gastronomie erneut geschlossen und durfte Speisen nur noch zum Abholen oder liefern anbieten. Im Verlauf der Folgemonate bis Mitte Dezember baute sich dennoch eine „2. Welle“ auf. Anfang Dezember wurden für die Weihnachtsfeiertage trotzdem Lockerungen in Aussicht gestellt, das Infektionsgeschehen wurde aber wieder exponentiell und die Zahl der Menschen auf Intensivstationen stieg zusehends. Am Ende er 2. Welle Anfang 2021 waren mehr als 70.000 Menschen an dem Virus gestorben. Die „Inzidenz“, der Wert der Neuinfektionen hochgerechnet auf 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen stieg im Rheingau-Taunus-Kreis zeitweise auf über 200, es wurde eine nächtliche Ausgangssperre erlassen. Weihnachten und Silvester waren von Kontaktbeschränkungen geprägt, die Evangelische Kirche und die Katholische Kirche führten keine Präsenzgottesdienste durch, das Krippenspiel wurde durch einen Krippenweg zwischen den beiden Kirchen ersetzt. Die Kita wurde erneut geschlossen.

Ab dem 27. Dezember wurden Impfungen möglich, die Impfkampagne war zunächst durch gravierenden Mangel an Impfstoffen geprägt, wenngleich es eine riesige Leistung darstellt, innerhalb von weniger als einem Jahr überhaupt Impfstoffe verfügbar zu haben. Zunächst wurden Menschen von über 80 Jahren in Pflegeheimen geimpft, die in der 2. Welle die höchsten Todeszahlen hatten. Es wurde per Verordnung eine Reihenfolge der zu impfenden Personen erstellt, Angefangen mit allen Menschen über 80 und bestimmten Berufsgruppen, z.B. im Gesundheitsdienst.

Impfung von über 80jähringen im März 2020

Ende Februar konnten Kitas und Schulen wieder mit Einschränkungen geöffnet werden. Die Escher Kita war diesmal etwa 10 Wochen nur im Notbetrieb geöffnet gewesen. Anfang März erarbeiteten Bund und Länder ein Öffnungskonzept mit dem Ziel durch Impfungen und Tests Öffnungen auch bei höheren Inzidenzzahlen zu ermöglichen. Mitte/Ende März begann allerdings die 3. Welle, begünstig durch Mutationen des Virus, die ansteckender waren als der ursprüngliche Virustyp. Dieser wurde zusehends verdrängt. Ende März wurden daher die Lockerungen wieder sukzessive zurück genommen, über Ostern sollte es eine „Ruhephase“ geben. Impfungen und Testungen sollten beschleunigt werden. Am 24. März wurde im DGH in Esch eine mobile Impfstation umgesetzt, in der an diesem Tag 80 Menschen über 80 Jahre geimpft wurden. Die Apotheke im Emstal führte von da an Schnelltests durch, mit denen Infektionen schneller erkannt werden sollten.

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